Arbeiten auf Leitern
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Arbeiten auf Leitern - Mögliche Gefaehrdungen:
Absturzgefahr besteht, weil die Füße auf den Sprossen stehen und deshalb kleine Verlagerungen des Körperschwerpunktes nur schlecht ausbalanciert werden können. Die Hände sind meist mit Material und Bohrmaschine voll beschäftigt und stehen daher für die Stabilisierung des Körpers nicht zur Verfügung.
Fazit:
Arbeiten auf Leitern ist und bleibt gefährlich. Jedes Jahr stürzen mehr als 2000 Beschäftigte des Elektrohandwerks von Leitern und verletzen sich dabei so schwer, dass sie mehr als drei Tage ausfallen. Jeder zehnte Leiter-Unfall führt zu bleibenden Körperschäden, für die eine Rente gezahlt wird.
Typische Leiter-Unfälle:
- Auf der Stehleiter zu hoch gestiegen und das Gleichgewicht verloren. Sturz aus 3 m Höhe.
- Die Anlegeleiter rutscht ab – Sturz aus 4 m Höhe.
- Die Bohrmaschine für den Mauerdurchbruch mit beiden Händen gehalten, als der Bohrer hakte, das Gleichgewicht verloren und von der Leiter gefallen.
Die häufigsten Unfallursachen für Leiterunfälle sind Verhaltensfehler:
- Die Leiter wird benutzt, obwohl sie deutlich erkennbar zu kurz oder zu lang ist.
- Junge gesunde Beschäftigte arbeiten mit großem Mut zum Risiko
- mit teils akrobatischen Kletterakten
- auf jeder Stelle der Leiter.
- Durch zu flachen Anstellwinkel rutschen die Leiterfüße bei Belastung auf dem Untergrund weg.
- Die Materialpaarung der Leiterfüße (Gummi, Metall) ist für den Untergrund (z. B.: nasser, glatter Steinboden, Sand) ungeeignet.
- Seitliches Wegrutschen des Leiterkopfes, weil durch Hinauslehnen der Körperschwerpunkt verlagert wird.
- Abspringen von der zweiten oder dritten Leitersprosse.
Notwendige Maßnahmen:
- Unterweisen der Mitarbeiter im Umgang mit Leitern.
- Erklären, welche Fehler gemacht werden können.
- Klären, welche Arbeiten von welchen Leitern aus gemacht werden und wann alternativ Gerüst oder Hubarbeitsbühne einzusetzen sind.
- Mitarbeiter auffordern, die richtigen Arbeitsmittel zu besorgen, anstatt die Arbeit mit riskanten Manövern zu erledigen.
- Betriebsanweisungen auf den Leitern aufkleben.
- Prüfung der Leitern organisieren: z. B. durch einen Mitarbeiter Sichtprüfung auf Zustand der Leitern, Mängel beheben, im Leiterprüfbuch dokumentieren.

