Arbeitssicherheit beim Winterdienst

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Allgemeines Unfallgeschehen

Bekanntermaßen weist das Unfallgeschehen im Winterdienst wenig spektakuläre Ereignisse auf. Jedoch wird die Tätigkeit geprägt von teilweise großen psychischen Belastungen, denen die Beschäftigten durch Stoßbetrieb, Nachtarbeit und extreme Witterungsverhältnisse ausgesetzt sind.


Sehr häufig sind beim Winterdiensteinsatz Unfälle durch Abrutschen oder Umknicken beim Aussteigen aus den Führerhäusern der LKW oder Geräteträger.

Dies liegt u.a. an den im Allgemeinen ergonomisch ungünstig angebrachten Trittbrettern und Haltegriffen, die es meistens erforderlich machen, rückwärts die Tritte herunterzusteigen. Weiterhin sind Unfälle durch Ausrutschen beim Streuen und Schneeräumen von Hand sehr häufig. Dagegen hilft nur, dass die Beschäftigten Schuhe tragen, deren Sohlenprofil für die Winterglätte geeignet ist. Bewährt haben sich für diesen Einsatzbereich

  • vor allem feingliedrige Ketten
  • Gummibänder mit Spikes
  • Zacken, die über die Sohlen ähnlich den Schneeketten bei Fahrzeugen gezogen werden können


Bei Schneeschleudern und Schneefräsen, aber auch bei mitgängergeführten Geräten kann ein gehörschädigender Lärmpegel von mehr als 85 dB(A) auftreten. Deshalb sollen beim Einsatz dieser Geräte grundsätzlich Gehörschutzmittel verwendet werden.

Bei der Herstellung von Sole-Lösungen für die Feuchtsalzstreuung treten gesundheitliche Beeinträchtigungen nur dann auf, wenn manuell Granulat in den Mischbehälter eingefüllt werden muss. Dieses Verfahren sollte deswegen nur noch in Ausnahmefällen angewendet werden. Bewährt hat sich dagegen die Anlieferung fertiger Sole mittels Tankfahrzeug, die dann nur noch auf das erforderliche Maß verdünnt werden muss.

Eine akute Gefahr für die Gesundheit der Beschäftigten durch den Kontakt mit Calciumchlorid-Staub konnte bisher nicht nachgewiesen werden, wobei jedoch eine - wenn auch ungefährliche - Reizung der Schleimhäute auftreten kann. Deshalb sollten für den Mischvorgang alle empfindlichen Hautpartien abgedeckt werden, also z.B. die Hände mit Gummihandschuhen und die Augen mit Korbschutzbrillen.

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