Haut - Richtig schützen
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Sonne gefahrlos genießen
Haut richtig schützen
Endlich Sommer! Alle sind unterwegs, egal ob zu einem Spaziergang im Grünen, zu Sport im Freien oder zu einem Einkaufsbummel - und natürlich auch zum Sonnenbaden. Schließlich hat die Sonne ja viele positive Eigenschaften: Sie ist ein wahrer Energiespender, macht gute Laune und kurbelt die Vitamin-D-Produktion für die Knochen an. Aber - die Sonne kann auch zerstören. Die UV-Strahlen lassen die Haut altern, verursachen Sonnenbrand und schlimmstenfalls Hautkrebs. Um dieser Gefahr auszuweichen, ist es wichtig zu wissen, was es mit den UV-Strahlen auf sich hat.
Das ultraviolette Licht wird in drei Bereiche unterteilt: UV-A, UV-B und UV-C. Das sehr kurzwellige UV-C wird von der Atmosphäre komplett geschluckt und gelangt nicht auf die Erdoberfläche. Das auf der Erde ankommende UV-B ist grob ausgedrückt für die Entstehung von Sonnenbrand verantwortlich, aber auch für chronische Hautschäden bis hin zu Hautkrebs. Früher hat man sich ausschließlich auf die UV-B-Strahlen konzentriert, weil sie sich durch Sonnenbrand sofort bemerkbar machen.
Wesentlich heimtückischer sind die UV-A-Strahlen. Sie bewirken die vorzeitige Hautalterung, sind mit beteiligt an der Entstehung der Sonnenallergie (auch Mallorca-Akne genannt) und von Hautkrebs.
Sonnenschutz
Beim Kauf von Sonnenschutzprodukten ist unbedingt darauf achten, dass sie einen Schutz vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlen enthalten. Der UV-A-Faktor sollte auf jeden Fall 10 oder mehr betragen. Das bedeutet, dass zehn Mal weniger UV-A-Energie auf die Haut einwirkt als ohne Sonnenschutz.
Wie hoch die Schutzwirkung von Lichtschutzfaktor B ist, hängt auch von der sog. Eigenschutzzeit der Haut ab, die je nach Hauttyp unterschiedlich ist. Die Eigenschutzzeit ist die Zeit, die genau ein bestimmter der vier Hauttypen ohne Sonnenschutzmittel in die Sonne gehen darf. Die Eigenschutzzeit multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor ergibt die erlaubte Sonnenzeit.
Berechnung des Sonnenlimits am Beispiel des Haupttyps II
Der Hauttyp II dürfte normalerweise für zehn Minuten in die Sonne gehen. Multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor 10 ergibt dies eine reine Sonnenzeit von maximal 100 Minuten - wenn er gut eingecremt ist.
Wer sicher gehen möchte, sollte die Zeitspanne aber nicht bis zum Ende ausreizen, da der Lichtschutzfaktor nur ein Durchschnittswert ist. Selbst bei indirekter Strahlung (Wolken, Schatten) ist Sonnenschutz notwendig. Schnee, Sand und Wasser reflektieren und intensivieren die Strahlen. Sogar ein Meter unter Wasser wirken noch etwa 50 Prozent der UV-B-Strahlen.
Wichtig: Sonnenschutzprodukte sollten nicht zu sparsam aufgetragen und - auch wasserfeste - nach dem Baden unbedingt noch einmal erneuert werden. Eine Verlängerung oder Verdoppelung der errechneten Sonnenzeit ist durch nochmaliges Eincremen aber nicht möglich. Und: selbst die sogenannten "Sun-Blocker" sind kein Freibrief für sorglose Dauerbestrahlung. Außerdem funktionieren weder das "Vorbräunen" im Sonnenstudio noch die Einnahme von Betakarotin als Sonnenschutz. Auch in diesen Fällen ist im Freien ein intensiver Sonnenschutz notwendig.
Tipps speziell für Kinder
Säuglinge und Kleinkinder sollten grundsätzlicher keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden, da deren Haut noch extrem empfindlich ist. Für Kinder immer Sonnenschutzprodukte mit hohen UV-B- und UV-A-Faktoren verwenden. Die empfindliche Kinderhaut zusätzlich mit Sonnenhut, T-Shirts und Hosen schützen.
Quellen: medico-Press, BfS

