Leitern - Sicherheit gibt's nicht geschenkt
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Vor dem Weg nach oben sind ein paar Gedanken zur eigenen Sicherheit angebracht: erstens die Wahl einer guten Aufstiegshilfe, zweitens deren sichere Aufstellung und drittens zur eigenen Standfestigkeit. Denn die Gefahr eines Absturzes ist groß – egal, ob man in der Höhe professionelle Handwerksarbeiten ausführt oder den Weihnachtsbaum dekoriert.
Mehr als 27.000 Unfälle mit Leitern meldeten Gewerbebetriebe bei den Berufsgenossenschaften pro Jahr (2003). Etwa jeder elfte Verunglückte behielt bleibende Schäden zurück, so dass ihm eine Unfallrente zugesprochen wurde. Für 19 Menschen endete der Absturz tödlich. Klar ist: Vielfach wird die Gefahr unterschätzt, die bei unsachgemäßer Benutzung von Leitern ausgeht. Manchmal ist die Ursache bereits die Leiter selbst, zum Beispiel eine fehlerhafte Sprosse oder ein verschlissenes Scharnier. Ein kritischer Blick vor dem Hinaufsteigen macht also Sinn. In Betrieben sollte zudem organisiert sein, dass Leitern und Hilfsgerüste mindestens einmal pro Jahr überprüft werden.
Ist die Leiter die Richtige?
Vorausgesetzt, die Leiter ist in Ordnung, stellt sich die nächste Frage: Ist sie für das, was ich vorhabe, die richtige?
Darüber gibt die Betriebsanleitung Aufschluss, die an der Leiter fest angebracht sein sollte. Darin steht, wie und wofür sie benutzt werden kann. Diese Betriebsanleitung – meist in Form von Piktogrammen auf einem der Holme zu finden – sollte nicht die einzige Informationsquelle für die Benutzer sein.
Eine gute Erklärung über den richtigen Einsatz der Leitern durch jemanden, der sich damit auskennt, gehört dazu, wenn Leitern im Betrieb häufiger eingesetzt werden.
Denn viele Unfälle ereignen sich, weil eine passende Leiter gar nicht ohne weiteres verfügbar ist. Es kommt also darauf an, genügend und für verschiedene Aufgaben passende Leitern parat zu haben. Wie alle Investitionen in bedarfsgerechte Arbeitsmittel zahlt sich auch diese Investition aus. Wichtig ist dann noch, sich untereinander gut abzusprechen, wer wann welche Leiter braucht und zum Beispiel für Einsätze bei Kunden, auf Baustellen oder auf dem eigenen Betriebsgelände mitnimmt.
Seminar »Schulung zur befähigten Person für Leitern und Tritte«

