Physiologische Funktionen

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Physiologische Funktionen des Menschen sind tageszeitabhängig. Dies ist begründet im 24-stündigen Tagesrhythmus.

Gleiche Arbeiten werden deshalb zu verschiedenen Tageszeiten als unterschiedlich beanspruchend empfunden. Arbeiten, bei denen immer die gleiche Anforderung besteht, sind bei Nacht anstrengender als am Tage. Dies sollte grundsätzlich bei der Schichtgestaltung bzw. bei der Verteilung von Aufgaben auf verschiedene Schichten oder Tageszeiten Berücksichtigung finden. Im modernen Arbeitsleben wird immer mehr Flexibilität, insbesondere bei der Gestaltung der Arbeitszeit, vorausgesetzt. Innovative Arbeitszeitmodelle gestatten es grundsätzlich, Wirtschaftlichkeit und Humanität zu verbinden. Aktivitäten in dieser Richtung berücksichtigen bis heute noch überwiegend die Wirtschaftlichkeit.

In der Europäischen Union leisten derzeit etwa 20 % der Beschäftigten Schichtarbeit. Die Betroffenen sind mit ihren Beschwerden oft auf sich allein gestellt. Die meist für eine Tagschicht konzipierte Gestaltung des Arbeitsplatzes lässt nachts häufig zu wünschen übrig. Hinzu kommen psychosoziale Belastungen aus dem privaten Bereich. Die Leistungsreserven sind schneller aufgebraucht, Überforderungen zu erwarten und gesundheitliche Beeinträchtigungen auf die Dauer nicht auszuschließen.

In Schichtsystemen entstehende Probleme sind auch durch Unterschiede zwischen betroffenen Personen, den so genannten Morgen- und Abendtypen erklärbar. Morgentypen entwickeln bei Nachtarbeit und Abendtypen bei Frühschichten erhebliche Schlafdefizite.

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