Rückenschulung für Büro- und Bildschirmarbeitsplätze

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Rückenschulung für Büro- und Bildschirmarbeitsplätze


Was kann am Büroarbeitsplatz schon viel passieren? - Allenfalls schneidet man sich beim Bleistiftspitzen in den Finger!


Verglichen mit den Gefahren beim Umgang mit Anlagen, Maschinen, Werkzeugen, Gefahrstoffen und Fahrzeugen erscheint vielen eine Verbesserung des Arbeitsschutzes im Bürobereich entbehrlich oder zweitrangig, da eine direkte Gefährdung für Leib und Leben nicht in dem Maße wie im Betrieb besteht.

Betrachtet man jedoch die Unfallstatistik, sieht das Ganze schon anders aus: Nach der Krankheitsartenstatistik des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen wurden 1993 in den deutschen Betrieben 31% aller Arbeitsunfähigkeitstage von Erkrankungen des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes verursacht (gegenüber 14,6% bei Verletzungen und Vergiftungen). Die häufig vertretene Verminderung des Sehvermögens ist bei dieser Zahl noch gar nicht berücksichtigt.

. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen, erscheint es außer Zweifel, daß die sichere und gesunde Gestaltung der Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe von wesentlicher Bedeutung ist. Sowohl langes Stehen als auch verkrampftes Sitzen führen verbunden mit körperlichen Fehlhaltungen und einseitigen Überlastungen zu Langzeitschäden. Verkrampftes Sitzen bei ungünstig angeordneten Einrichtungen und Arbeitsmitteln führt auf Dauer zwangsläufig zu Krankheitserscheinungen wie Sehnenscheiden-entzündungen, Schulter-Nacken-Syndrome, Verspannungs-Kopfschmerzen sowie Bandscheiben- und Wirbelsäulenschäden.


Rückenprobleme


Weitere Gesundheitsgefahren bzw. Beeinträchtigungen des Wohlbefindens bei der Büroarbeit sind die Belastung der Augen und der Sehfunktionen (Sehapparat) sowie die nicht zu unterschätzende geistige und seelische Belastung des zentralen Nervensystems.

Dem ist um so mehr Bedeutung zuzumessen, wenn man bedenkt, daß mittlerweile über die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland Büroarbeitsplätze sind (mit steigender Tendenz).

Auch an Bildschirmarbeitsplätzen können die Haltungs- und Bewegungsabläufe auf Rückentauglichkeit hinuntersucht werden. Dabei sollen die Mitarbeiter lernen die richtige Körperhaltung im Sitzen einzunehmen, die Sitzposition häufig zu wechseln, also dynamisch zu sitzen, und das Sitzen möglichst oft durch Steh- und Gehphasen zu unterbrechen, d. h. für Steh-Sitzdynamik zu sorgen.

Dazu gehört natürlich auch die richtige Einstellung des Arbeitsstuhls und die korrekte Aufstellung und Verwendung der Arbeitsmittel (vom Bildschirm bis zur Tastatur).

Haltung

Um wirklich langfristige Veränderungen in Unternehmen zu erzielen, werden Maßnahmen wie eine arbeitsplatzbezogene Rückenschulung in einem Programm zur betrieblichen Gesundheitsförderung notwendig.

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