Streusalz verdoppelt den Bremsweg
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Auch auf geräumten Straßen gilt höchste Vorsicht
Durch Eis und Schnee werden die Straßen im Winter schnell gefährlich glatt. Die meisten Verkehrsteilnehmer wissen, dass sie dann einen längeren Bremsweg einkalkulieren müssen. Doch selbst wenn der Winterdienst die Straßen geräumt hat, muss mit einem deutlich längeren Bremsweg als bei normalen Straßenverhältnissen gerechnet werden.
Der Grund: Nässe und Streusalz beeinträchtigen die Wirkung der Bremsanlage.
Betroffen sind alle Scheibenbremsen: Zwischen Bremsscheibe und Bremsbelag bildet sich schnell eine gefährliche Salzschicht. Dadurch sinkt der Reibungswert der Bremse, die Wirkung vermindert sich drastisch. Experten des TÜV Rheinland Berlin Brandenburg haben in Untersuchungen festgestellt, dass sich je nach Streusalzmischung der Bremsweg um bis zu 100 Prozent verlängert. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) und die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege raten daher allen Autofahrern, bei Nässe und Streusalz zu Beginn und regelmäßig während der Fahrt vorsichtige Bremstests durchzuführen. Das gilt insbesondere, wenn der Wagen längere Zeit im Freien abgestellt war.
Hat sich eine Salzkruste gebildet, wird sie in der Regel durch mehrmaliges Bremsen beseitigt.

