Tipps zum sicheren Transport mit Flurförderzeugen
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Verkehrswege und Transportabläufe müssen geplant sein. Transportvorgänge können minimiert werden, wenn beim Aufstellen der Maschinen der Materialfluss in der Halle berücksichtigt wird. Das Umstellen der Maschinen ist in der Regel nicht ohne weiteres möglich, aber bei einem bevorstehenden Umbau oder Neubau einer Produktionshalle sollten auch Transportvorgänge und Verkehrswege bedacht werden. Ideal ist es, wenn die Verkehrswege für Fußgänger und Flurförderzeuge, speziell Gabelstapler, voneinander getrennt sind.
Verkehrswege freihalten:
Jedes Hindernis im Verkehrsweg behindert den Materialfluss und kann zu einem Unfall führen: Es entstehen Stolperstellen oder der Verkehrsweg - und damit häufig auch der Sicherheitsabstand - wird eingeengt. Deshalb gilt: Verkehrswege sind keine Lagerflächen!
Mitarbeiter qualifizieren und informieren:
Mitarbeiter tragen beim Transportieren eine hohe Verantwortung. Abgesehen von dem Sachwert des transportierten Materials hängt unter Umständen die Einhaltung eines Liefertermins vom sachgemäßen Transportieren ab. Fallen Mitarbeiter in Folge eines Unfalls aus, belastet dies auch den gesamten Betrieb. Es hat sich gezeigt, dass jeder zweite Mitarbeiter mehr oder weniger häufig Transportaufgaben übernimmt. Diese Mitarbeiter müssen ausgebildet und in Unterweisungen über das sichere und sachgerechte Transportieren informiert werden. Als Grundlage dafür dienen Betriebsanweisungen. Durch eine schriftliche Beauftragung wird geregelt, dass nur qualifizierte Mitarbeiter Transportgeräte bedienen.
Mehr Rücksicht nehmen:
Die Unfallanzeigen machen deutlich, dass häufig Fußgänger von Gabelstaplern oder anderen Transportgeräten angefahren werden. Hier hilft mehr Rücksichtnahme auf den Kollegen.
Wer Transportgeräte bedient, sollte u. a. beachten:
- nur vorgesehene Verkehrswege benutzen
- immer mit angepasster Geschwindigkeit fahren
- an unübersichtlichen Stellen langsam fahren
- besonders vorsichtig rückwärts fahren Fußgänger sollten u. a. beachten:
- mit schwer beladenen Transportgeräten sind Ausweichmanöver schwierig
- speziell Elektrostapler sind kaum zu hören
Auf das richtige Beladen achten:
Richtiges Beladen erleichtert die Arbeit und spart Zeit. Falsch aufgenommene Ladung kann beim Transportieren rutschen oder kippen und gefährdet so jeden, der sich in der Nähe des Transportgerätes aufhält. Dies gilt speziell beim Fahren an Steigungen und in Kurven.
Sicherheitsbewusst Gabelstapler bedienen:
Gabelstapler dürfen nicht als Leiter oder als Mitfahrgelegenheit missbraucht werden: Absturzunfälle können bei Nichtbeachtung die Folge sein. Beim Fahren muss die Gabel immer abgesenkt werden, wer mit angehobener Last fährt, riskiert, dass der Gabelstapler kippt - speziell in Kurven oder an Steigungen. Sollte der Gabelstapler dennoch kippen: Nicht abspringen, sonst besteht erhebliche Verletzungsgefahr z. B. durch das Dach der Fahrerkabine (Ab 5.12.98 sind bei neuen Staplern Fahrerrückhaltesysteme erforderlich). Der Fahrer sollte auch dafür sorgen, dass kein Unbefugter den Gabelstapler fährt. Deshalb: beim Verlassen Schlüssel abziehen.
Mit Handhubwagen sicherheitsbewusst umgehen:
Die Ladung muss richtig aufgenommen werden: Die Last muss - möglichst nahe am Schwerpunkt - sicher aufliegen, so dass sie nicht kippen kann. Sicherheitsschuhe sind bei Transportarbeiten grundsätzlich zu tragen. Wer Mängel feststellt, sollte diese unverzüglich melden. Hydraulik und Laufrollen müssen regelmäßig instand gehalten werden.
Nicht Rollerfahren:
Gefährdungen beim Rollerfahren auf Handhubwagen werden noch immer nicht ernst genommen. Verletzungen durch Unfälle zeigen: Transportgeräte sind kein Spielzeug.
Wirkungsvolle Sicherheitsmaßnahmen umsetzen:
Zur Verbesserung der Sicht des Gabelstaplerfahrers können - das haben einige der besuchten Betriebe erprobt - einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen werden:
- Kamera/Monitor-System an Rollenstaplern ermöglichen beim Transport "stehender" Rollen den Blick auf die Fahrbahn.
- Im Gabelstapler kann ein erhöhter Fahrersitz die Übersicht verbessern.
- An unübersichtlichen Stellen können Blinkanlagen mit Ultraschallsensoren montiert werden, die durch Fahrzeuge oder Personen ausgelöst werden.
- Das Herausfallen der Batterie beim Batteriewechsel kann durch mechanische Sicherungsriegel verhindert werden.
Quelle: bgdp. "tag für tag"-Artikel

