Umgang mit Säure
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Tankladung geht ins Auge - Beim Umgang mit Säuren und anderen aggressiven Stoffen immer Vollgesichtsschutz tragen
Beim Hantieren mit Säure trägt Manfred D. seinen Gesichtsschutz offen. Die spritzende Chemikalie verätzt ihn schwer. Gleich mehrere Fehler muss Manfred D. beim Entladen eines Tankfahrzeugs auf die eigene Kappe nehmen.
Auf dem Gelände eines großen Chemiekonzerns ist der 55-jährige Kraftfahrer mit dem Umladen von Schwefelsäure aus seinem Tanklaster in einen Lagertank beschäftigt. Aus dem unter Überdruck stehen den Fahrzeugtank steigt die Säure in ein Steigrohr und läuft über eine Schlauchleitung in den Lagertank. Nachdem die Umfüllaktion abgeschlossen ist, wird der Überdruck abgebaut. Anschließend klettert Manfred D. auf das Tankfahrzeug und trennt die Fremdleitung ab. Weil es sehr warm ist an diesem Tag, hat er bereits das Schutzschild seines Gesichtsschutzes geöffnet.
Eine Kleinigkeit löst dann einen folgenschweren Unfall aus: Im Rohrstück zwischen Absperrhahn und Flansch befindet sich noch ein Rest Säure. Um diesen in den Fahrzeugtank ablaufen zu lassen, öffnet D. den Absperrhahn des Steigrohrs. Allerdings ist ihm entgangen, dass im Tank noch ein geringer Überdruck vorhanden ist. Beim Öffnen des Hahns entspannt sich der Druck und reißt den im Flansch vorhandenen Säurerest mit. Die Chemikalie spritzt dem Fahrer ins ungeschützte Gesicht und verätzt ihn schwer.
Manfred D. hat den ersten Fehler schon beim Öffnen des Absperrhahns begangen: Er hätte nämlich vorher an der Tankanzeige überprüfen müssen, ob im Behälter tatsächlich kein Überdruck mehr vorhanden ist. Trotz dieses Versäumnisses hätte der Unfall glimpflich ausgehen können, wenn er den Schutzschild seines Gesichtsschutzes vorschriftsmäßig bis zum Abschluss der Entladetätigkeit geschlossen gehalten hätte. Zudem missachtete er die Anweisung des Chefs, zusätzlich zum Gesichtsschutz eine dicht anliegende Schutzbrille zu tragen.

